Lernen neu gedacht – Unterrichten nach dem Churermodell


 „Ein Kind hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Kinder. Der zweite Lehrer ist der Lehrer. Der dritte Lehrer ist der Raum.“

(Schwedisches Sprichwort)

Schon ein erster Blick in eines der zahlreichen Klassenzimmer am Eisenberg und in einigen Räumen am Haupthaus der Mittelschule Friedberg zeigt, hier ist etwas anders! Aus dem klassischen Klassenzimmer wurde ein Raum, der eine ruhige, angenehme Lernatmosphäre fördert.

Wie lernen Kinder am besten? Sicher nicht alle gleich. 

Genau hier setzt das Churermodell an – ein modernes Unterrichtskonzept aus der Schweiz, das den Schulalltag offener, individueller und motivierender gestaltet. Seit seiner Entstehung 2010 an den Stadtschulen in Chur hat es sich in vielen Schulen bewährt und zeigt, wie Lernen zeitgemäß und schülergerecht gelingen kann.


Seit dem Schuljahr 2024/2025 haben sich die beiden Kolleginnen Lisa Eisert und Johanna Sedlmeyr auf den Weg gemacht das Churermodell zunehmend an der Mittelschule Friedberg zu etablieren.


Was ist das Churermodell?

Das Churermodell löst sich vom klassischen Frontalunterricht mit festen Sitzreihen und gleichförmigen Aufgaben. Stattdessen rückt das selbstständige Lernen der Kinder in den Mittelpunkt. Jedes Kind darf in seinem eigenen Tempo arbeiten, Aufgaben passend zu den eigenen Fähigkeiten wählen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess übernehmen.


Kurze Inputs – viel Zeit zum Lernen

Jede Unterrichtseinheit beginnt mit einem kurzen gemeinsamen Impuls im Sitzkreis. Hier führt die Lehrkraft in das Thema ein, erklärt neue Inhalte oder stellt Aufgaben vor. Danach geht es in die Arbeitsphase: Die Kinder bearbeiten Lernaufgaben auf unterschiedlichen Niveaus – passend zu ihrem Können. So werden alle gefordert, ohne über- oder unterfordert zu sein.


Lernen mit Wahlmöglichkeiten

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst

• an welchem Platz sie arbeiten,

• mit wem sie lernen,

• und oft auch, welche Aufgabe sie bearbeiten.


Warum uns das Churermodell überzeugt?

• Lernen im eigenen Tempo

• Mehr Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein

• Hohe Motivation durch Wahlmöglichkeiten

• Hohes Maß an Individualisierung und Differenzierung möglich

• Entspannte und wertschätzende Lernatmosphäre

• Gute Vorbereitung auf selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten 


Das Churermodell zeigt, wie Schule heute aussehen kann: offen, flexibel und am Schüler orientiert. Es macht neugierig, lädt zum Mitdenken ein und gibt die Möglichkeit, Lernen aktiv mitzugestalten. 

Ein Unterrichtskonzept, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Kinder stark macht – für die Schule und fürs Leben.


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